Goldmarkt: China Spread fällt weiter und belastet die Stimmung
Der Goldmarkt bekommt derzeit keine zusätzlichen Impulse aus China. Der negative China Spread hat sich weiter ausgeweitet und passt zu einer schwächeren Gesamtnachfrage.
Am Montag lag der Goldpreis in China rund 16 US Dollar pro Unze unter dem europäischen Spotmarkt. Eine Woche zuvor hatte der Abschlag noch 11 US Dollar betragen. In den vergangenen fünf Handelstagen sind die Notierungen an beiden Märkten gefallen, in Shanghai jedoch stärker als in Europa.
Die Goldhausse der vergangenen beiden Jahre wurde auch von einer starken chinesischen Nachfrage getragen. Damals kam es zeitweise zu deutlichen Aufschlägen an der Shanghai Gold Exchange und zu umfangreichen physischen Zuflüssen nach China. Aktuell fehlen solche Signale. Stattdessen prägt der schwache Handel im Westen das Marktgeschehen, während der Open Interest im amerikanischen Gold Futures Handel historische Tiefststände erreicht hat.
