Von Geldmarktfonds zu Stablecoins: Lehren für Zentralbanken
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Von Geldmarktfonds zu Stablecoins: Lehren für Zentralbanken

EZB Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel hat vor den Folgen von Stablecoins für die Finanzstabilität, die Geldpolitik und die internationale Währungsordnung gewarnt. Privates digitales Geld könne zwar Zahlungen und Abwicklungen effizienter machen, zugleich aber Risiken für Banken und Märkte erhöhen. Als Vergleich zog sie Geldmarktfonds heran, die seit den 1970er Jahren das Finanzsystem verändert hätten.

Stablecoins ähnelten Geldmarktfonds in einigen Punkten, seien aber meist nicht verzinst und würden vor allem als Zahlungsmittel genutzt. Weltweit sei ihre Marktkapitalisierung auf fast 300 Milliarden US Dollar gestiegen, wobei Dollar Stablecoins den Markt klar dominierten. Schnabel verwies darauf, dass Stablecoins bei Vertrauensverlust ebenso anfällig für Abflüsse und Verkaufswellen sein könnten wie Geldmarktfonds.

Für die Geldpolitik könnten Stablecoins die Übertragung von Zinsentscheidungen verändern. Zudem könnten sie die Dominanz des US Dollars im internationalen Finanzsystem weiter festigen. Zentralbanken sollten deshalb ihre Regulierung, ihre Analyse und ihre Zahlungsinfrastrukturen anpassen und mit Angeboten wie einem digitalen Euro oder tokenisiertem Zentralbankgeld auf die Entwicklung reagieren.

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