Bruttoökosystemprodukt: Wie die Natur zum Wohlstand beiträgt
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Bruttoökosystemprodukt: Wie die Natur zum Wohlstand beiträgt

Das Bruttoinlandsprodukt gilt weiterhin als wichtigster Maßstab für Wohlstand. Doch es bildet viele Leistungen der Natur nicht ab, etwa Kühlung, Wasserreinigung, Kohlenstoffbindung oder den Schutz von Arten und Böden. Um diesen Wert sichtbar zu machen, entwickelten Wissenschaftler der Universität Stanford das Bruttoökosystemprodukt, kurz BÖP.

Das BÖP erfasst den wirtschaftlichen Wert von Leistungen wie Bestäubung, Küstenschutz oder Erholung und ist an das UN Buchhaltungssystem für Naturleistungen angelehnt. Besonders weit ist China, wo die Zentralregierung 2022 Standards für die Berechnung festlegte. Dort beeinflusst das Konzept inzwischen auch politische Entscheidungen, etwa beim Stopp eines Bauprojekts in Shenzhen oder bei Krediten, die mit künftigen Einnahmen aus Ökosystemleistungen abgesichert sind.

Neben China experimentieren auch Schweden und Kolumbien mit dem BÖP. Bhutan will es landesweit einführen. Zugleich weist das Instrument ähnliche Schwächen wie das BIP auf, weil es jährliche Leistungen misst und die langfristige Entwicklung von Naturkapital nicht vollständig abbildet.

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