Dramatische Szenen bei Zugunfall in Spanien: Menschen flogen durch die Luft
Bei einem Zugunglück in Spanien sind mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen, rund 50 weitere wurden schwer verletzt. Nach Angaben der Behörden stießen nahe Urda in der Provinz Toledo zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammen. In beiden Zügen waren insgesamt rund 540 Passagiere unterwegs.
Überlebende schilderten dramatische Szenen. Ein Fahrgast berichtete von einer heftigen Beschleunigung und Menschen, die durch die Luft geschleudert worden seien. Andere sprachen von Blut, Schreien und einem brennenden Waggon. Auch Helfer und Angehörige beschrieben die Lage als erschütternd.
Verkehrsminister Óscar Puente machte eine falsche Entscheidung der Bahnleitstelle für das Unglück verantwortlich. Das automatische Zugsicherungssystem habe nach einem Computerausfall noch nicht wieder funktioniert, dennoch sei der Zug zur Weiterfahrt freigegeben worden. Ob menschliches Fehlverhalten vorlag, soll die Untersuchung klären.
Das Unglück löste im Land große Bestürzung aus. Regierungschef Pedro Sánchez sprach von einer nationalen Trauer, während Opposition und Gewerkschaften Kritik am Zustand des Bahnnetzes äußerten.
