Rechtspopulistin Le Pen startet Wahlkampf in Frankreich
Marine Le Pen hat in Orléans ihren Wahlkampf für die französische Präsidentschaftswahl gestartet. Bei dem Auftritt versprach die Rechtspopulistin, Ordnung und nationales Selbstvertrauen wiederherzustellen, und kündigte nach den jüngsten Massenprotesten ein hartes Vorgehen der Polizei an. Sicherheit sei die oberste Pflicht des Staates.
Le Pen trat unter dem Motto der Wiedergeburt für Frankreich auf. Sie sprach sich gegen Einwanderung, für die Bekämpfung krimineller Organisationen und für nationale Souveränität aus. Zugleich forderte sie Ausgabendisziplin und niedrigere Steuern für Unternehmen. Einen Austritt aus der EU strebt sie nicht an, will aber den Einfluss Brüssels zurückdrängen.
Die 58 Jährige geht als Favoritin in das Rennen um das Amt des französischen Staatsoberhauptes. Umfragen sehen sie bei rund 32 Prozent, deutlich vor Jean Luc Mélenchon mit 17 Prozent. Überschattet wird ihre Kandidatur von einem Urteil wegen Veruntreuung von Geldern des Europäischen Parlaments. Jordan Bardella wurde in Orléans mit knapp 99 Prozent der Delegiertenstimmen als Parteichef des Rassemblement National bestätigt.
