Nach der Wahl steigen die Preise: Wie die Inflation Russland überrollt
Nach der Wahl haben sich in Russland die Preise spürbar erhöht. Auslöser für die öffentliche Debatte war ein Video aus einem Supermarkt in Sotschi, in dem Preisschilder ausgetauscht wurden. Kurz darauf verbreitete sich der Clip landesweit. Die Supermarktkette wies einen Zusammenhang mit der Wahl zurück und verwies auf Rabattaktionen sowie veränderte Einkaufskosten.
Unabhängig davon ziehen die Preise in Russland seit Anfang Oktober deutlich an. Nach Angaben von Rosstat lag die Teuerung in den ersten 19 Tagen des Monats bei 1,06 Prozent, die Jahresinflation bei 7,15 Prozent. Besonders stark verteuerten sich Tomaten, Eier, Hähnchenfleisch und Benzin. Viele Menschen nehmen die Inflation im Alltag noch höher wahr und wollen sparen.
Zu den wichtigsten Preistreibern zählen nach dem Text auch staatlich erhöhte Tarife für Wasser, Strom und Heizung. Gleichzeitig wächst das Haushaltsdefizit, während die Regierung neue Abgaben und höhere Belastungen für Bürger plant.
