Interne Lageeinschätzung: Bundeswehr warnt vor russischen Anschlägen
Die Bundeswehr warnt vor möglichen russischen Sabotageanschlägen auf eigene Truppen in Deutschland. Grundlage ist eine interne Lageeinschätzung, in der die Bedrohung erstmals als erheblich eingestuft wird. Nach den Erkenntnissen sehen die Militärplaner eine direkte Gefahr für Bundeswehrstandorte im Inland.
Auslöser der Neubewertung ist unter anderem der Fund einer offenbar abgestürzten Drohne bei Wunstorf in Niedersachsen. Sie ähnelte einer Drohne, die beim gescheiterten Anschlag auf den Flughafen Leipzig Halle eingesetzt wurde. Nach technischen Analysen des Bundeskriminalamts lag das Fluggerät wohl schon längere Zeit in der Nähe des Bundeswehr Stützpunkts. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Angriff nicht gegen zivile Frachtflugzeuge richtete, sondern möglicherweise gegen Bundeswehrmaschinen.
Die Bundeswehr rechnet nach eigener Einschätzung mit einer kurzfristigen Verschärfung der Lage. Russland verfüge sehr wahrscheinlich über die Fähigkeit und inzwischen auch über die Absicht, gegen Kräfte und Einrichtungen der Bundeswehr sowie gegen Unterstützer der Ukraine in Deutschland vorzugehen. Neuen Warnungen zufolge soll sich die Gefahr nicht mehr auf einzelne Orte begrenzen lassen.
