Hunger im Jemen: Wenn Mehl zum Luxusartikel wird
Im Jemen sind selbst Grundnahrungsmittel wie Mehl für viele Menschen kaum noch bezahlbar. In der Stadt Taiz berichten Bewohner von stark gestiegenen Preisen, ein Sack Weizen kostet dort derzeit 60.000 jemenitische Rial, rund 35 Euro. Viele Familien können sich nach Angaben von Helfern nicht einmal ihre tägliche Nahrung leisten.
Nach Angaben des Welternährungsprogramms haben rund 20 Millionen Menschen im Jemen keinen ausreichenden Zugang zu Nahrungsmitteln. Hilfe nach Taiz zu bringen, ist derzeit wegen der Kämpfe und abgeschnittener Zufahrtswege nicht möglich. Die Stadt mit rund 800.000 Einwohnern gilt als weitgehend eingekesselt.
Hilfsorganisationen warnen, dass die Lage sich weiter verschärft. In den von den Huthi kontrollierten Gebieten haben UN Organisationen bereits im vergangenen Jahr ihre Arbeit eingestellt. Auch die Angriffe der Huthi und der von Saudi Arabien angeführten Militärkoalition dauern an.
