Appell an Industriestaaten: IWF warnt vor steigenden Staatsschulden
Der Internationale Währungsfonds fordert Industrieländer auf, ihre Haushaltsdefizite zu verringern und Schulden abzubauen. Bei seiner Herbsttagung in Bangkok verwies der Fonds auf wachsende Schulden und steigende Finanzierungskosten, die den finanziellen Spielraum der Staaten zunehmend einengten.
Besonders angespannt ist die Lage in den USA. Die Staatsverschuldung hat in diesem Jahr die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten, bis 2030 könnte sie nach IWF Prognosen auf mehr als 52 Billionen Dollar steigen. IWF Chefin Kristalina Georgiewa betonte, das Schuldenproblem lasse sich nicht allein durch Wachstum lösen. Auch in anderen Ländern wächst der Druck.
Weltweit steuert die durchschnittliche Staatsverschuldung nach Angaben des Fonds auf 100 Prozent der Wirtschaftsleistung zu, den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg. Höhere Renditen, anhaltende Inflation und steigende Ölpreise treiben die Finanzierungskosten nach oben. Für Frankreich und Deutschland verweist der IWF ebenfalls auf hohen Ausgabedruck und steigende Neuverschuldung.
