Prozess beginnt heute: Wer hinter dem Nord Stream Anschlag steckt, ist ziemlich klar
Mit Beginn des Prozesses gegen den Ukrainer Serhii Kuznetsov in Hamburg rückt die Sprengung der Nord Stream Pipelines erneut in den Fokus. Der Investigativjournalist Oliver Schröm hält die Verantwortlichen nach eigenen Recherchen für weitgehend bekannt. Zu den Drahtziehern zählen demnach Wassyl Burba, der frühere Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, und der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Roman Cherwinsky. Kuznetsov soll die Sabotagegruppe auf der Ostsee angeführt und den Anschlag operativ koordiniert haben.
Schröm weist zugleich zurück, dass Präsident Wolodymyr Selenskyj den Anschlag beauftragt habe. Nach seinen Angaben soll der damalige Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj informiert gewesen sein und zugestimmt haben. Den Plan gebe es bereits seit 2019. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sei daraus ein konkretes Vorhaben geworden.
Nach Schröms Darstellung wusste auch die CIA frühzeitig von den Plänen. Die Bundesregierung sei ebenfalls gewarnt worden, habe aber nicht ausreichend reagiert. Die politische und juristische Einordnung des Falls sei deshalb besonders heikel.
