Immer mehr Suizide in Deutschland: Experten fordern Prävention
In Deutschland ist die Zahl der Suizide weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr nahmen sich 11.334 Menschen das Leben, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr und 15,6 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.
Seit 2021 steigt die Zahl kontinuierlich an. Besonders deutlich war zuletzt der Anstieg bei Frauen, während sich auch bei Männern mehr Fälle registrieren ließen. Insgesamt starben weiterhin mehr Männer als Frauen durch Suizid. Experten verweisen zugleich darauf, dass Suizide in Deutschland weiterhin häufiger sind als Verkehrsunfälle, Mord, Totschlag und Aids zusammen.
Als ein Grund für den Anstieg gilt auch assistierter Suizid. Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben meldete für 2025 mehr Suizidbegleitungen als im Vorjahr. Gefordert werden mehr Prävention und niedrigschwellige Hilfe. Das Gesundheitsministerium hatte im August einen Referentenentwurf für ein Präventionsgesetz vorgelegt, Kritik gibt es aber an der vorgesehenen Finanzierung.
