Gold verliert trotz Kriegsrisiken an Boden, der Dollar setzt sich durch
Gold gerät trotz geopolitischer Spannungen wieder unter Druck, weil der starke US Dollar und hohe Zinserwartungen schwerer wiegen. Am Montag fiel der Spotpreis zeitweise auf 4.171,18 US Dollar je Feinunze und lag damit 0,5 Prozent im Minus. Auch der Dezember Future an der COMEX gab nach.
Belastet wird der Markt vor allem durch die Aussicht auf weitere Zinsschritte der US Notenbank. Die am Mittwoch erwarteten US Inflationsdaten gelten daher als wichtiger Test für die jüngste Erholung. Zugleich bleibt die Lage in Saudi Arabien angespannt, nachdem neue Angriffe auf den Flughafen von Riad die Sicherheitsrisiken erhöht haben.
Hinzu kommt Unsicherheit über den Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Trotz dieser Krisen kann sich Gold bislang nicht dauerhaft behaupten, weil der Dollar als sicherer Hafen gefragt bleibt und höhere Renditen die zinslose Anlage unattraktiver machen.
