Historiker über Himmlers Elite: Am Ende ähnelte ein Großteil der Waffen SS einer Kolonialarmee
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Historiker über Himmlers Elite: Am Ende ähnelte ein Großteil der Waffen SS einer Kolonialarmee

Die Waffen SS entwickelte sich im Zweiten Weltkrieg von einer kleinen, zunächst vor allem politisch eingesetzten Formation zu einer großen, multinationalen Truppe mit Dutzenden Divisionen. Der dänische Militärhistoriker Niels Bo Poulsen beschreibt sie als Verband, in dem neben deutschen Freiwilligen auch Männer aus vielen besetzten Ländern dienten, teils aus Überzeugung, teils unter Zwang. Mit der Zeit wurde die Truppe immer stärker auf Rekrutierte aus der Peripherie angewiesen, die meist unter deutschen Offizieren standen.

Poulsen betont, dass militärischer Einsatz und Verbrechen bei der Waffen SS eng miteinander verbunden waren. Beteiligung an Massenmorden habe die Kampfmoral gestärkt und die Männer zu einer Verbrechergemeinschaft zusammengeschweißt. Im Krieg schwankte die militärische Leistungsfähigkeit der Einheiten stark. Einige Formationen waren kampfstark, andere litten unter schlechter Ausbildung und hohen Verlusten.

Nach dem Krieg lebten viele frühere Angehörige der Waffen SS unauffällig weiter, während sich Veteranenverbände bildeten. In der frühen Bundesrepublik hielt sich zudem lange der Mythos einer sauberen Waffen SS, der erst später an Wirkung verlor.

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