Südostasien im Smog: Kaum Lehren aus vergangenen Krisen
Seit Wochen wüten Wald und Flächenbrände in Teilen der indonesischen Inseln Sumatra, Borneo und Papua. Der Rauch breitet sich über große Teile des Landes aus und erreicht auch Malaysia und Singapur. Indonesien erlebt nach Angaben des Textes seine schlimmste Waldbrandsaison seit mehr als einem Jahrzehnt.
Die ungewöhnlich lange Trockenzeit in Indonesien im Jahr 2026 und das diesjährige El Niño Phänomen haben die Lage verschärft. Millionen Menschen sind gefährlichem Rauch ausgesetzt. Das Gesundheitsministerium registrierte zwischen August und Mitte September mehr als 170.000 Fälle akuter Atemwegsinfektionen in den betroffenen Gebieten, darunter über 40.000 bei Kleinkindern.
In Malaysia mussten wegen des Rauchsmogs hunderte Schulen schließen, in Indonesien wechselten 1,4 Millionen Schülerinnen und Schüler in den Fernunterricht. Fachleute verweisen auf die anhaltende Brandrodung, geschädigte Torfmoore und die hohe Nachfrage nach Palmöl, Zellstoff und Papier. ASEAN und Indonesien haben nach 2015 zwar Maßnahmen und Strategien beschlossen, die Ursachen bestehen nach Einschätzung von Experten jedoch weiter fort.
