Euro fällt gegenüber dem US Dollar: Droht eine Finanzkrise?
Der Euro ist im frühen Handel auf ein 17 Monats Tief gegenüber dem US Dollar gefallen. Hintergrund sind Sorgen über die Verschuldung in der Eurozone, vor allem mit Blick auf Frankreich, die sich mit Befürchtungen über steigende Renditen globaler Staatsanleihen und hohe Ölpreise verbinden.
Am Montag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,12 US Dollar und hat seit Jahresbeginn rund fünf Prozent verloren. In Frankreich stiegen die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen zeitweise auf fünf Prozent. Zugleich liegt die Schuldenquote des Landes bei fast 118 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, und das jährliche Haushaltsdefizit bleibt deutlich über der Marke von fünf Prozent.
Mehrere Marktbeobachter sehen dadurch Druck auf den Euro und auf andere Anleihemärkte. Auch an den Geldpolitikerwartungen für die US Notenbank hat sich etwas verschoben. Zugleich wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank die Lage weiter beobachtet, zunächst aber nicht eingreift.
