Nationale Wasserstrategie: Wie Deutschland sein Trinkwasser sichert
Deutschland stellt sich mit einer Nationalen Wasserstrategie auf die Folgen der Klimakrise ein. Das Bundeskabinett hat das Papier am 15. März 2023 beschlossen. Bundesumweltministerin Steffi Lemke sagte, die Aufgabe bestehe darin, sich auf veränderte klimatische Bedingungen und ein verändertes Wasserangebot einzustellen und rechtzeitig vorzusorgen.
Nach Angaben des Umweltministeriums ist die Trinkwasserversorgung in Deutschland derzeit gesichert. Langfristig könne die Verfügbarkeit von Trinkwasser aber durch die Klimakrise beeinflusst werden. Die Strategie soll deshalb bis 2050 gelten und erste Maßnahmen bis 2030 anstoßen. Geplant sind unter anderem eine bundesweite Leitlinie für den Umgang mit Wasserknappheit, Vorgaben für Gefahren und Risikokarten bei Starkregen sowie ein stärkerer Ausgleich regionaler Unterschiede durch Verbundnetze und Fernleitungen.
Campact kritisierte die beschlossene Fassung als verwässert. Lemke betonte dagegen, die öffentliche Trinkwasserversorgung habe Vorrang. Zugleich warnte sie vor Nutzungskonflikten und rief Unternehmen dazu auf, Wasser zu sparen und Grundwasserreserven nicht übermäßig zu nutzen.
