Israel: Psychische Gesundheit seit dem 7. Oktober in der Krise
In Israel hat sich die psychische Gesundheit seit dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 nach Angaben eines Berichts des israelischen Staatsrevisors deutlich verschlechtert. Demnach leiden 39 Prozent der Bevölkerung in mittlerem oder schwerem Ausmaß an posttraumatischen Symptomen, Depressionen, Ängsten oder einer Kombination dieser Beschwerden. Das betrifft rund drei Millionen Menschen, darunter Überlebende der Angriffe und Evakuierte aus dem Süden und Norden des Landes.
Nach Angaben des Berichts ist die Zahl der Menschen in psychologischer Behandlung seit dem Angriff nur um ein Prozent gestiegen. Fachleute kritisieren, dass das Budget für die Versorgung zwar erhöht wurde, die Mittel aber weiter nicht ausreichen. Vor allem im öffentlichen System fehlen Mitarbeitende, und die Wartezeiten auf eine Behandlung liegen teils bei mehr als sechs Monaten.
Auch Therapeuten und Soldaten sind betroffen. Laut Studien und offiziellen Zahlen nehmen psychische Belastungen und Suizidfälle unter Reservisten zu. Gleichzeitig steigt der Einsatz von Beruhigungsmitteln, Schlafmitteln und Antidepressiva.
