Spionageverdacht: Ehemaliger BND Chef Hanning festgenommen
Der frühere BND Chef August Hanning ist festgenommen worden. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 80 Jahre alten Ex Chef des Bundesnachrichtendienstes landesverräterische Ausspähung, versuchten Landesverrat und geheimdienstliche Agententätigkeit vor.
Nach den Ermittlungen soll Hanning über Jahre mit seinem früheren Büroleiter Manfred D. zusammengearbeitet haben. Dieser soll fast 2000 teils hochsensible BND Unterlagen gegen Geld weitergegeben haben. Die Dokumente sollen Hanning für seine private Beratertätigkeit genutzt haben.
Besonders schwer wiegt der Verdacht, dass Hanning Informationen an Mitarbeiter ausländischer Nachrichtendienste weitergegeben haben soll. Dabei sollen auch Erkenntnisse ausländischer Partnerdienste betroffen gewesen sein. Das könnte das Vertrauen in den BND belasten und die Zusammenarbeit mit Deutschland erschweren.
Die Ermittlungen stehen auch im Zusammenhang mit dem Entführungsfall Block. Bei einer Durchsuchung 2025 fanden Ermittler einen Datenträger mit streng geheimen BND Dokumenten. Im Mai 2026 leitete die Bundesanwaltschaft verdeckte Ermittlungen ein, nun folgte die Festnahme von Hanning und Manfred D.
