Ermittler nehmen Ex BND Chef Hanning fest
Ermittler haben den früheren BND Präsidenten August Hanning festgenommen. Gegen ihn und einen weiteren langjährigen Mitarbeiter des Nachrichtendienstes ermittelt der Generalbundesanwalt wegen mutmaßlicher landesverräterischer Ausspähung, des Auskundschaftens von Staatsgeheimnissen, versuchten Landesverrats und geheimdienstlicher Agententätigkeit.
Hanning wurde demnach am frühen Morgen in seinem Haus in Nordwalde bei Münster vom Bundeskriminalamt festgenommen. In Bayern nahmen Beamte einen weiteren ehemaligen hochrangigen BND Mitarbeiter fest. Er soll Hanning bis mindestens 2022 gegen Geld mit streng geheimen Informationen versorgt haben. Nach den Ermittlungen könnte Hanning daraus mindestens einmal eine Sicherheitsanalyse für einen fremden Nachrichtendienst erstellt haben. Dabei soll es nicht um Russland gehen.
Ins Visier der Ermittler geriet Hanning nach einer Durchsuchung seines Hauses und von Büros im September vergangenen Jahres. Dabei stießen Fahnder nach Recherchen auf Unterlagen mit brisantem Inhalt. Insgesamt sollen rund 2000 Dokumente weitergegeben worden sein, darunter Berichte zu sensiblen Themen wie dem iranischen Atomprogramm oder der russischen Armee. Die Bundesanwaltschaft leitete im Mai 2026 ein verdecktes Verfahren ein.
