Gewerkschaft plant Generalstreik: Zehntausende demonstrieren in Barcelona gegen Wohnungsnot
Zehntausende Menschen haben in Barcelona gegen Wohnungsnot demonstriert. Die Angaben zur Teilnehmerzahl gingen auseinander: Die Behörden sprachen von 20000 Menschen, die Organisatoren von 120000. Die Demonstration blieb zunächst weitgehend friedlich, am Ende kam es jedoch zu vereinzelten Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dabei wurden nach Angaben aus Medien mehrere Jugendliche festgenommen.
Die Proteste stehen im Zusammenhang mit der Wohnungs krise in Spanien. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte Neuwahlen für den 29. November angekündigt, nachdem zwei Dekrete zur Bekämpfung der Wohnungsnot im Parlament gescheitert waren. Auslöser der aktuellen Proteste ist der Fall einer 87 jährigen Frau, deren Wohnung in Madrid zwangsweise geräumt wurde.
Auch die großen spanischen Gewerkschaftsbünde wollen noch vor der Neuwahl einen eintägigen Generalstreik organisieren. Sie verbinden ihre Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum mit höheren Löhnen und einem stärkeren Schutz vor steigenden Lebenshaltungskosten.
