Influencer werden für ethische Jagd zum Problem
Für Reichweite in sozialen Medien setzen einige Jagdausrüster zunehmend auf Influencer, doch genau das sorgt für Kritik. Im Umfeld der Jagd werden Videos bemängelt, in denen nicht tierschutzgerecht getötet und Regeln der waidgerechten Jagd verletzt wurden. Der Naturschutzbund Deutschland wirft einzelnen Werbepartnern sogar gefährliche Distanzschüsse und ein Verhalten vor, das mit verantwortungsvollem Jagen nichts zu tun habe.
Zugleich wächst das Interesse an der Jagd in Deutschland. Der Deutsche Jagdverband zählt inzwischen 468000 Jägerinnen und Jäger, 1995 waren es knapp 329000. Mit dem wachsenden Markt für Waffen, Munition und Ausrüstung setzen Hersteller verstärkt auf Onlinewerbung. Einige Unternehmen, darunter Roedale, Frankonia, Zeiss und Leica, distanzieren sich inzwischen von Influencern, wenn Standards einer nachhaltigen Jagd und eines respektvollen Umgangs mit Wild nicht eingehalten werden.
