Eritrea: Neues Risiko am Roten Meer? USA lockert Sanktionen
Die USA haben am 18. September wichtige Sanktionen gegen Eritrea gelockert, indem sie den nationalen Notstand auslaufen ließen, auf dessen Grundlage seit 2021 Maßnahmen im Zusammenhang mit der Krise in Äthiopien galten. Das US Finanzministerium strich mehrere eritreische Personen und Organisationen von der Sanktionsliste.
Gleichzeitig eskalierte der Konflikt in Äthiopiens Region Tigray erneut. Tigrayische Truppen nahmen mehrere Flughäfen ein, die Kämpfe griffen auf Afar und Amhara über. Beide Seiten machten einander für die Verschärfung verantwortlich. Auch ein Bündnis mehrerer bewaffneter und politischer Gruppen gegen Premierminister Abiy Ahmed verschärfte die Lage.
Eritreas Lage am Roten Meer gewinnt damit aus US Sicht wieder an strategischer Bedeutung. Der Hafen Assab liegt nahe der Meerenge Bab al Mandab, die angesichts der Bedrohung der Schifffahrt durch die Huthi wichtig ist. Zugleich bleibt Eritrea ein autoritär regierter Staat, dessen wirtschaftliche Bedeutung begrenzt ist. Beobachter warnen dennoch, dass die neuen Spannungen im Horn von Afrika zu einer regionalen Eskalation führen könnten.
