Berliner Linke entscheidet auf Parteitag über Sondierungen
Die Berliner Linke will auf einem Parteitag über die Einladung zu Sondierungsgesprächen mit Grünen und SPD entscheiden. Die Parteispitze unterstützt diesen Kurs und rechnet damit, dass die Delegierten zustimmen. Bei einem positiven Votum könnten die Gespräche in der kommenden Woche beginnen.
Zwischen Linken und Grünen hat es bereits erste Vorgespräche gegeben. Dabei soll es zunächst um Sicherheit, den Schutz jüdischen und queeren Lebens, den Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt gehen. Die Linke war bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus die mit Abstand stärkste Kraft geworden und will mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp erstmals die Regierende Bürgermeisterin stellen.
Die möglichen Sondierungen stehen auch unter Druck, weil es innerhalb und außerhalb der SPD Widerstand gegen eine Koalition mit der Linken gibt. Zudem bleibt die Debatte über Antisemitismus in der Linkspartei ein Streitpunkt. Neben einem Bündnis aus Linken, Grünen und SPD gilt auch eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD als denkbar, derzeit aber als eher unwahrscheinlich.
