Manuela Schwesig: Frau gegen Blau
In Mecklenburg Vorpommern wirbt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Wahlkampf offensiv gegen die AfD und stellt sich als „Frau gegen Blau“ dar. Die Sozialdemokratin warnte bei einem Treffen des Unternehmerverbandes vor gesellschaftlicher Spaltung und sagte, die AfD schade der Wirtschaft und dem sozialen Zusammenhalt. Besonders im ländlich geprägten Bundesland seien internationale Fach und Arbeitskräfte wichtig.
Schwesig schilderte zudem Gespräche mit Unternehmern und einer Bäckerin, die sich Sorgen um Mitarbeitende mit Migrationshintergrund machen. Nach ihrer Darstellung prägt auch das gesellschaftliche Klima die Entscheidung von Menschen, im Land zu bleiben oder wegzugehen. Im Wahlkampf setzt die SPD daher stark auf ihre Person. Schwesig gilt als populäre Regierungschefin und hat sich mit Nähe zu den Bürgern profiliert.
Gleichzeitig grenzt sie sich deutlich von der Bundespolitik ab und kritisiert die Reformpläne der Bundesregierung. In aktuellen Umfragen liegt die SPD in Mecklenburg Vorpommern knapp vor der AfD. Bei einer Direktwahl würden sich nach Angaben aus dem Umfeld der Wahl rund 60 Prozent für Schwesig entscheiden.
