Kanadas Premier in Straßburg: Carney lobt Europa, aber nicht eine Mitgliedschaft
Kanadas Premierminister Mark Carney hat in Straßburg eine engere Zusammenarbeit mit der EU gefordert und dabei mehrere Politikfelder genannt. Dazu zählen Künstliche Intelligenz, Halbleiter, kritische Rohstoffe, Zahlungssysteme, saubere Energie, Impfstoffe, Weltraumkommunikation und die Rüstungszusammenarbeit. Auch beim Austausch von Wissenschaftlern und Studenten will Kanada die Beziehungen vertiefen und dem Programm Erasmus+ beitreten.
Carney sprach vor dem Europäischen Parlament von einer gemeinsamen Verantwortung Europas und Kanadas angesichts von Klimawandel, schwächer werdenden demokratischen Werten und Handelspolitik als Druckmittel. Zugleich betonte er, dass es nicht um einen neuen Machtblock gehe. Kanada und die EU sollten vielmehr Widerstandskraft aufbauen, um ihre Souveränität, offenen Märkte und Demokratien zu schützen. Die Beziehungen beider Seiten sind bereits durch Ceta, ein strategisches Partnerschaftsabkommen und Kanadas Beteiligung am EU Verteidigungsprogramm Safe enger geworden.
