Analyse: Warum schreckt rechtsextremistisch nicht mehr ab?
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Analyse: Warum schreckt rechtsextremistisch nicht mehr ab?

Teile der AfD gelten in Sachsen Anhalt als gesichert rechtsextremistisch, dennoch erzielte die Partei dort einen klaren Wahlsieg. Nach Einschätzung des Rechtsextremismusforschers Matthias Quent gehört sie zu den extremsten Rechtsaußenparteien Europas, doch ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund konnte im Wahlkampf viele Wählerinnen und Wähler ansprechen.

Als Gründe nennt die Analyse unter anderem, dass der Kandidat problematische Inhalte überdeckte, die AfD gezielt mit Zukunftsängsten arbeitete und sich für viele Menschen als Teil des politischen Alltags etabliert hat. Außerdem profitiere die Partei davon, dass sich der Frust vieler Wählerinnen und Wähler vor allem gegen die CDU richte. Auch die Brandmauer gegen die AfD habe ihre Opferrolle eher verstärkt. In Sachsen Anhalt meinen 59 Prozent der Wahlberechtigten, andere Parteien gingen unfair mit der AfD um, 67 Prozent halten die Politik der Brandmauern für falsch.

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