Die Nacht, in der Hilfe ausblieb: Schleuser müssen sich für Unglück im Ärmelkanal mit 31 Toten verantworten
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Die Nacht, in der Hilfe ausblieb: Schleuser müssen sich für Unglück im Ärmelkanal mit 31 Toten verantworten

Nach dem tödlichen Unglück im Ärmelkanal mit 31 Toten stehen in Paris 14 mutmaßliche Schleuser vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, die Überfahrt eines mit 33 Migranten besetzten Schlauchboots organisiert zu haben. Das Boot war im November 2021 in einer Nacht untergegangen, nur zwei Menschen überlebten.

Zu den Opfern gehörten zwei Jugendliche und ein sieben Jahre altes Mädchen. Unter den Nebenklägern sind 114 Angehörige der Opfer. Die Staatsanwaltschaft ermittelt außerdem gegen sieben französische Soldaten wegen des Verdachts, Notrufe ignoriert zu haben. Ob es zu einem Prozess gegen sie kommt, ist offen.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, ein schlecht ausgestattetes und ungeprüftes Boot eingesetzt zu haben. Es soll weder ein Ortungsgerät noch ein erfahrener Steuermann an Bord gewesen sein. Nach wenigen Stunden begann das Boot zu sinken. Am nächsten Morgen entdeckte ein französischer Fischer mehrere Leichen und die Überreste des Schlauchboots.

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