Abwasser im leeren Fluss: Gewässer verlieren bei Niedrigwasser ihre Selbstreinigung
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Abwasser im leeren Fluss: Gewässer verlieren bei Niedrigwasser ihre Selbstreinigung

Niedrige Wasserstände in Flüssen wie Rhein, Elbe und Donau verschärfen die Belastung der Gewässer. Gereinigtes Abwasser aus Haushalten und der Industrie wird weiter eingeleitet, obwohl es noch Mikroschadstoffe wie Rückstände von Medikamenten, Reinigungsmitteln, Pestiziden und Hormonen enthält. Bei wenig Wasser verdünnen sich diese Stoffe schlechter, dadurch steigen die Konzentrationen.

Hinzu kommen hohe Wassertemperaturen. Sie verringern den Sauerstoffgehalt und machen viele Lebewesen empfindlicher gegenüber Schadstoffen. Experten warnen, dass Gewässer dadurch ihre natürliche Selbstreinigung verlieren können. Die Folgen reichen von sinkender Artenvielfalt bis zu Schäden für Fische und andere Tiere.

Die Europäische Union will deshalb eine vierte Reinigungsstufe in Kläranlagen zur Pflicht machen. Sie soll Arzneimittel und Kosmetikreste herausfiltern und bis 2045 in großen sowie bestimmten mittleren Anlagen eingebaut werden. Nach Angaben der Europäischen Kommission könnten die Mikroverunreinigungen in Flüssen und Bächen dadurch um etwa 44 Prozent sinken.

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