Finnlands Präsident glaubt nicht an russischen Angriff auf Nato, weder Belege noch Fakten
Finnlands Präsident Alexander Stubb glaubt nicht an einen russischen Angriff auf Nato Gebiet in den kommenden Jahren. Er sagte der Bild Zeitung, er sehe dafür weder Belege noch Fakten. Russland werde das mächtigste Militärbündnis der Welt seiner Ansicht nach nicht angreifen wollen.
Zugleich warnte Stubb davor, die Gefahr aus Russland zu unterschätzen. Europa müsse sich immer auf das Schlimmste vorbereiten, um es zu verhindern. Seine Einschätzung begründete er mit Geheimdiensterkenntnissen und der Abschreckungsfähigkeit der Nato. Vor einem möglichen russischen Angriff hatten zuletzt mehrere westliche Politiker und Militärs gewarnt.
Auch einen russischen Atomwaffeneinsatz in der Ukraine hält Stubb für unwahrscheinlich. Nach seinen Angaben habe Chinas Außenminister ihm gesagt, dass China so etwas nicht zulassen werde. Für wahrscheinlicher hält der finnische Präsident eine neue russische Mobilmachung im Herbst. Zudem sprach er sich dafür aus, dass Europa wieder den Dialog mit Moskau aufnimmt.
