Krieg gegen die Ukraine: Urlaub unter Beschuss an Russlands Küste
An Russlands Schwarzmeerküste prägen Luftalarm und Drohnenangriffe den Sommer. In Noworossijsk, einer Hafenstadt im Norden der Küste, müssen Strandwächter Badegäste immer wieder vom Strand holen, wenn Sirenen aufheulen. Trotz der Warnungen bleiben manche Menschen am Wasser sitzen.
Besonders betroffen ist der Hafen von Noworossijsk, Russlands wichtigster Umschlagplatz für den Außenhandel. In der Nacht zum 12. August griff die Ukraine den Hafen massiv an. Dabei wurden auch Wohnhäuser in der Nähe beschädigt, es gab Tote und Verletzte. Seit Tagen steht dort vieles still, während sich die Angriffe im Schwarzen Meer auf Häfen, Energieanlagen und Handelsschiffe ausweiten.
Auch weiter südlich im Feriencamp Orlonjok und im Luxusort Sotschi beeinträchtigen Luftalarm, Explosionen und Sperrungen den Urlaub. In Archipo Osipowka schlug Anfang August eine Drohne auf einem vollen Badestrand ein. In Sotschi kamen nach Angaben aus dem Umfeld deutlich weniger Touristen an als sonst. Zudem gibt es immer wieder Probleme mit Benzin und gesperrtem Luftraum.
