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Südafrikas Wahlen: Stimmungstest für ein polarisiertes Land

Südafrika steuert auf Kommunalwahlen zu, die in einem von Armut, Arbeitslosigkeit, Kriminalität und wachsender Unzufriedenheit geprägten Land als Stimmungstest gelten. In vielen Gemeinden gehören zerstörte Infrastruktur, Müllberge und schlechte öffentliche Dienstleistungen zum Alltag. Zugleich richtet sich der Frust vieler Menschen auch gegen Migranten, nachdem eine jüngste Welle fremdenfeindlicher Übergriffe seit April mehrere Todesopfer gefordert und mehr als 176000 Menschen zur Flucht gezwungen hat.

Der Ärger vieler Wähler richtet sich vor allem gegen den Afrikanischen Nationalkongress, der nach Einschätzung von Beobachtern weiter an Rückhalt verliert. Die Partei von Präsident Cyril Ramaphosa steht wegen anhaltender Probleme, Korruptionsvorwürfen und innerer Konflikte unter Druck. Auch Ramaphosas Image leidet weiter unter den Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Geldfund auf seiner Farm Phala Phala.

Politische Analysten erwarten, dass sich die Stimmen stärker auf Oppositionsparteien und kleinere Gruppen verteilen. Für Südafrika dürften damit komplizierte Koalitionen wichtiger werden, die die künftige Regierungsbildung prägen.

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