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Golfstaaten suchen Ausweichroute zur Straße von Hormus

Die Blockaden der Straße von Hormus zwingen die Golfstaaten dazu, neue Wege für ihre Ölexporte zu suchen. Die Wasserstraße zwischen Iran und Oman zählt zu den wichtigsten Öltransportrouten der Welt. Vor dem Iran Krieg wurden rund 20 Prozent des globalen Ölexports aus dem Persischen Golf nach Europa, Asien und Nordamerika verschifft.

Saudi Arabien setzt stärker auf den Transport über das Rote Meer. Über die Ost West Pipeline gelangt Rohöl von den östlichen Ölfeldern zum Hafen Yanbu. Im April und Mai sanken die Exporte von der Golfküste deutlich, während die Ausfuhren über das Rote Meer stark zulegten. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate planen eine zusätzliche Pipeline zum Hafen Fudschaira.

Gleichzeitig wächst die Sorge vor Angriffen auf solche Alternativen. Im Jemen verhängten die Huthi Rebellen eine Seeblockade gegen Saudi Arabien und reklamierten im Juli einen Angriff auf einen saudischen Öltanker für sich. Fachleute sehen zudem Grenzen für regionale Pipeline Projekte, weil sie teuer, zeitaufwendig und im Kriegsfall ebenfalls verwundbar sind.

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