Keine Infos zum Netzwerk von Abdul B.: Das Schweigen des BND
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Keine Infos zum Netzwerk von Abdul B.: Das Schweigen des BND

Berliner Sicherheitsbehörden waren vor dem Anschlag im Umfeld der CSD Parade über die Radikalisierung des mutmaßlichen Täters Abdul B. besorgt und hofften auf Hinweise des Bundesnachrichtendienstes. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin versuchte nach Recherchen von ARD Hauptstadtstudio und ARD Kontraste im Januar vergeblich, mehr Informationen zu möglichen Kontakten von Abdul B. zur Terrororganisation IS zu erhalten.

Der BND reagierte erst vier Monate später und teilte mit, es lägen derzeit keine Informationen vor, die in Form einer Behördenerklärung übermittelt werden könnten. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft hatte der Dienst zuvor bereits Unterlagen aus dem Libanon beschafft, darunter ein Gerichtsurteil, Befragungen und eine Handyauswertung.

Abdul B. war im November 2025 aus dem Libanon nach Deutschland zurückgekehrt und dort festgenommen worden. Das Jugendschöffengericht verurteilte ihn am 12. Mai zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten und hob den Haftbefehl auf. Die Berliner Ermittler wollten verhindern, dass er auf freien Fuß kommt.

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