In alle Richtungen ermitteln: Dobrindt nennt Leipziger Drohnenvorfall hybrides Anschlagsszenario
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat den Drohnen Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle als neues Bedrohungsszenario und hybrides Anschlagsszenario bezeichnet. Nach seiner Einschätzung deutet der Fund einer Drohne mit mutmaßlicher Sprengvorrichtung auf ein professionell vorbereitetes Vorgehen hin. Wer dafür verantwortlich ist, sei noch Teil der Ermittlungen.
In der Nacht war auf dem Vorfeld des Flughafens eine Drohne mit Sprengladung entdeckt worden. Nach Röntgenaufnahmen wurde ein defekter Zünder festgestellt. Eine Explosion blieb aus, die Sprengladung wurde von einer Entschärfergruppe der Bundespolizei unschädlich gemacht. Der Flugverkehr wurde zwischenzeitlich eingestellt, mehrere Maschinen wurden umgeleitet.
Die Drohne befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine. Der sächsische Innenminister Armin Schuster sprach von einem ersten schweren Vorfall und sagte, die Gefahrenlage sei nicht mehr abstrakt, sondern hoch.
