Iran Krieg: Mehr Kooperation am Golf
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat nach Einschätzung von Experten die sicherheitspolitische Zusammenarbeit vieler arabischer Staaten am Golf verstärkt. Besonders beim Austausch von Geheimdienstinformationen, bei militärischen Absprachen und beim Schutz der Schifffahrt sei die Kooperation enger geworden. Eine gemeinsame Außenpolitik in der Region gibt es demnach aber nicht.
Viele Staaten in der Golfregion sehen sich durch Raketen und Drohnenangriffe auf Energieinfrastruktur sowie durch mögliche Störungen in der Straße von Hormus ähnlichen Risiken ausgesetzt. Zugleich bestehen politische Rivalitäten weiter. Oman und Katar setzen eher auf Vermittlung, Saudi Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate vertreten gegenüber dem Iran deutlich härtere Positionen.
Auch außerhalb des Golfkooperationsrates verfolgen Staaten wie Ägypten und Jordanien nach Einschätzung von Fachleuten vor allem eine Linie der Deeskalation. Zugleich bauen die Golfstaaten ihre Beziehungen zu China und Indien aus, während Washington zwar der wichtigste Sicherheitspartner bleibt, aber nicht mehr als alleinige Stütze gilt. Ziel ist aus ihrer Sicht ein kontrolliertes Gleichgewicht und mehr eigene Handlungsspielräume.
