Klimawandel bedroht lebenswichtige Mikroalgen
Klimawandel kann lebenswichtige Mikroalgen aus dem Gleichgewicht bringen. Forschende aus Jena haben untersucht, wie die einzelligen Organismen Chlamydomonas auf moderate Temperaturveränderungen zwischen 18 und 33 Grad Celsius reagieren.
Dabei zeigte sich, dass sich bei steigenden Temperaturen das Zellwachstum beschleunigt, die Zellen aber kleiner werden. Zudem reagiert etwa jedes dritte Gen, das für die Herstellung von Proteinen verantwortlich ist, auf die Temperaturschwankungen. Auch die Geißeln der Algen werden kürzer, dadurch schwimmen sie langsamer und wechseln häufiger die Richtung.
Nach Angaben der Forschenden suchen die Algen bei höheren Temperaturen zunächst Kohlenstoffquellen in der Umgebung und betreiben weniger Photosynthese. Dadurch binden sie weniger Kohlenstoffdioxid und produzieren weniger Sauerstoff. Da Mikroalgen am Anfang der Nahrungskette stehen, kann das Folgen für ganze Ökosysteme haben. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt The Plant Cell veröffentlicht.
