Wie Straßen hitzefest gemacht werden können
Die Hitzewelle Ende Juni hat auf Deutschlands Straßen Spuren hinterlassen. Auf einigen Autobahnen mussten Abschnitte gesperrt werden, weil sich der Fahrbahnbelag wölbte oder aufweichte. Auch Kommunen meldeten Schäden an ihren Straßen.
Fachleute verweisen darauf, dass Standardasphalt bei hohen Temperaturen stark aufheizt. Die dunkle Oberfläche kann während einer Hitzewelle bis zu 70 Grad Celsius erreichen. Besonders problematisch wird es nach Einschätzung von Experten, wenn Hitze mit langsamem oder stockendem Verkehr und schweren Lastwagen zusammenkommt. Dann können bleibende Verformungen entstehen.
Als mögliche Lösung gilt heller Asphalt mit einem höheren Anteil an Gesteinskörnungen wie Quarzit. Schon ein Anteil von 30 Prozent kann die Oberflächentemperatur deutlich senken. Solche Beläge werden jedoch kaum eingesetzt. Genannt werden höhere Kosten, begrenzte Verfügbarkeit heller Gesteine, lange Transportwege und ungeklärte Haftungsfragen. In Städten sind aufgehellte Fahrbahnen ausdrücklich zugelassen und können die Hitze für Radfahrende, Passanten und Anwohner verringern.
